Projekte

Das neue ECONICS INSTITUTE e.V. setzt bereits einige Projekte um und wird von verschiedenen Partnern unterstützt. Die Vorhaben zeigen die verschiedenen Sphären, in denen das Institut wirken will. Es geht zum einen um lokale und regionale Projekte, die direkte Wirkungen in Ökosystemen haben. Zum anderen wollen wir auf wissenschaftlicher Grundlage den Diskurs zur Leistungs- und Arbeitsfähigkeit von Landschaften voranbringen und mit methodischen Innovationen dafür sorgen, dass wir effektiv von Ökosystemen lernen können.

Austauschtreffen Urbane Biosphärenregion Berlin-Barnim, Bürgersaal Bernau, 20.02.2026, Foto: Pierre Ibisch

Urbane Biosphärenregion Berlin–Barnim 

Die Hauptstadtregion Berlin–Brandenburg ist geprägt von dynamischen Landnutzungs- und Entwicklungsprozessen, gleichzeitig aber auch von hoher landschaftlicher Vielfalt und wichtigen ökologischen Funktionen. Die Machbarkeitsstudie prüft, ob und unter welchen Bedingungen eine »Urbane Biosphärenregion Berlin–Barnim« sinnvoll, umsetzbar und mehrwertstiftend wäre – insbesondere mit Blick auf Stadt–Land-Beziehungen, Naturschutz, Klimaanpassung und nachhaltige Regionalentwicklung. 

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Grün-Feucht-Kühl Index (GFKI), Deutschland 2018-2024, ECONICS INSTITUTE

Grün-Feucht-Kühl-Index

Mit dem Grün-Feucht-Kühl-Index entwickelt das ECONICS INSTITUTE eine neue wissenschaftliche Grundlage zur Bewertung der funktionalen Arbeitsfähigkeit und Resilienz von Landschaften. Der Index verbindet Vegetationsvitalität, thermische Belastung und Niederschlagsverhältnisse zu einem konsistenten Indikator für die klimaregulierende Leistungsfähigkeit von Ökosystemen und macht den Einfluss unterschiedlicher Landnutzungsformen sichtbar. So wird erstmals auf nationaler Ebene erkennbar, welche Landschaften besonders leistungsfähig sind und welche Regionen durch intensive Nutzung zu Hitze- und Trockenheits-Hotspots geworden sind.

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Econics Institute, Mikroklimastation im Wald

Schöneberger Wildwald

Das rund 400 Hektar große Gebiet des Schöneberger Wildwaldes im Nationalpark Unteres Odertal steht seit 1995 unter strengem Schutz. Wie viele Wälder im Nordosten Brandenburgs leidet auch dieser Wald unter Hitze- und Trockenstress, verstärkt durch die Randeffekte der umgebenden Offenlandschaft. Gerade deshalb bietet das Gebiet eine seltene Chance, die langfristige Selbstregulation von Waldflächen zu beobachten und daraus Erkenntnisse für ein nachhaltiges Waldmanagement in Zeiten der Klimakrise zu gewinnen. Ziel des seit 2025 von der Umweltstiftung Michael Otto geförderten Vorhabens ist die umfassende Dokumentation der ›Pronaturierung‹ dieser Waldfläche.

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Alte Buche mit Flechten, Semenic Nationalpark, Rumänien, UNESCO Weltnaturerbe Alte Buchenwälder Europas, 2025

Auswertung von Monitoringdaten der UNESCO-Weltnaturerbewälder

Buchen­wälder repräsentieren einen bedeutenden Teil der biologischen Vielfalt Deutschlands. Über 200 Jahre alte größere zusammenhängende Buchenbestände sind allerdings sehr selten. Reste naturnaher Buchenwälder im Tiefland gibt es weltweit nur noch in Nordost-Deutschland – sie zählen zu den stark bedrohten Lebensräumen unseres Kontinents, obwohl die Buche als Art keineswegs gefährdet ist. Bei den deutschen Teilgebieten des UNESCO Weltnatuerbes »Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas« handelt es sich um ausgewählte Waldgebiete der Nationalparke Hainich in Thüringen, Kellerwald-Edersee in Hessen, Jasmund und Müritz in Mecklenburg-Vorpommern sowie das Waldgebiet Grumsin im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Sie repräsentieren die wertvollsten verbliebenen Reste großflächiger naturbelassener Buchenbestände in Deutschland.

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