Deutscher Naturschutztag — Vom Plan zur Praxis: wie gelingt die Wiederherstellung von Wäldern?

Die Notwendigkeit für Maßnahmen zur Wiederherstellung gesunder und artenreicher Waldökosysteme ist dringender denn je. Nach der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur ist die Bundesregierung aufgerufen, bis September 2026 einen nationalen Wiederherstellungsplan zu erarbeiten. Doch wie dieser aussehen soll, ist derzeit hoch umstritten. Am 12. März 2026 diskutiert Prof. Dr. Pierre Ibisch auf dem Deutschen Naturschutztag an der FU Berlin darüber, warum wir die Wiederherstellung unserer Wälder brauchen
Deutscher Naturschutztag, FU Berlin, 10.-14.03.2026

Der Naturschutz steht vor großen Herausforderungen – Klimawandel und Biodiversitätsverlust schreiten voran, auf der globalen politischen Bühne verliert der Naturschutz an Boden und Projekte auf lokaler und regionaler Ebene geraten zunehmend in Konkurrenz zu anderen gesellschaftlichen Anliegen. 

Vor diesem Hintergrund stellt der 38. Deutsche Naturschutztag die vielfältigen – sozialökologischen – Beziehungen zwischen Mensch und Natur in den Mittelpunkt, denn sie beeinflussen unsere planetare Zukunft entscheidend. Vom 10.–14. März 2026 lädt der DNT dazu ein, über die Grundlagen erfolgreichen Naturschutzes zu diskutieren: Es wird um darum gehen, die Zukunftsfähigkeit heutiger Instrumente und Strategien zu verbessern, um den Stadtnaturschutz ebenso wie die Herausforderungen auf Landschaftsebene. Vor allem aber sollen auch innovative Ansätze im Monitoring und in der Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen vorgestellt und neue rechtliche Vorgaben bewertet werden – darunter auch die im August 2024 verabschiedete EU-Wiederherstellungsverordnung (W-VO). 

Die deutschen Wälder sind erheblich geschädigt und die Notwendigkeit für Maßnahmen zur Wiederherstellung gesunder und artenreicher Waldökosysteme ist dringender denn je. Nach der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur ist die Bundesregierung aufgerufen, bis September 2026 einen nationalen Wiederherstellungsplan zu erarbeiten. Doch wie dieser aussehen soll, ist derzeit hoch umstritten: Allen voran die Verbände der Privatwaldbesitzenden AGDW – Die Waldeigentümer und die Familienbestriebe Land und Forst sowie der Deutsche Forstwirtschaftsrat haben Anfang des Jahres eine Kampagne gestartet, die vor aus ihrer Sicht drohenden Einschränkungen der Land- und Forstwirtschaft warnt.

Im Forum IV, Modul 3, Donnerstag, 12. März, wird unter der Moderation von Dr. Anke Höltermann vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) darüber diskutiert werden, warum wir die Wiederherstellung von Waldökosystemen brauchen (Prof. Dr. Pierre Ibisch) und welche Maßnahmen aktuell vorgesehen sind (Stefan Adler, BMLEH). Welche Baumarten eignen sich zur Zielerreichung und wo gelingt die Wiederherstellung schon heute? Im Anschluss an die Vorträge werden Prof. Ibisch, Stefan Adler, Sven Selbert (NABU) und Prof. Dr. Andreas Bitter (Präsident AGDW) zu einer Podiumsdiskussion zusammen kommen. Das Modul wird auch als Teil der Beteiligung der Fachöffentlichkeit an der Durchführung der Wiederherstellungsverordnung (W-VO) genutzt.

Vom Plan zur Praxis: wie gelingt die Wiederherstellung von Wäldern?
Forum IV
Modul 3
Donnerstag, 12. März 2026
15–18 Uhr

Eine Anmeldung zu den Beteiligungsmodulen FORUM IV Modul 1-3 ist unabhängig vom weiteren Programm des DNT möglich. Mehr Informationen dazu hier:

Nach oben scrollen