Der Studiengang »Sozialökologisches Waldmanagement« der HNEE lädt in Kooperation mit dem ECONICS INSTITUTE e.V. und unterstützt von CHORONA Immobilien GmbH am Montag, den 29. Juni, um 20 Uhr zu einem außergewöhnlichen politischen und kulturellen Multimedia-Event im Wilhelm-Pfeil-Auditorium auf dem Waldcampus der HNEE ein. Der ecuadorianische Ökonom und Politiker Alberto Acosta gestaltet mit GRUPO SAL und der Journalistin Sandra Weiss einen Abend zu den drängenden Fragen unserer Zeit.
Es geht um Klimagerechtigkeit, Menschenrechte, Rechte der Natur, Stärkung der Zivilgesellschaften Auseinandersetzungen und Brücken zwischen Globalem Süden und Globalem Norden, neue Konzepte, neue Perspektiven, Partizipation, Rechte der indigenen Völker, neue soziale Bewegungen, disruptive Entwicklungen – alles unter dem Motto: »Was dringend zu tun ist, um die Welt zu verändern und gerechter zu machen.«
PLURIVERSUM verbindet aktuelle entwicklungspolitische Impulse und Informationen aus aller Welt mit hochwertiger Musik des Sextetts GRUPO SAL und faszinierenden Projektionen. Die thematischen Darbietungen werden musikalisch von Grupo Sal – Sextett umrahmt und durch den Projektionskünstler Johannes Keitel in einem ästhetischen Kontext visueller und thematischer Verdichtung eingebettet.


Als besonderer Gast wird die bekannte Indigenenaktivistin Patricia Gualinga des Pueblo Kichwa de Sarayaku zugeschaltet, inzwischen Mitglied des United Nations Permanent Forum on Indigenous Issues (UNPFII) ist. Sie wurde mit dem Deutsch-Französischen Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit, dem Olof-Palme-Preis und dem Hans-Carl-von-Carlowitz-Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.
Alberto Acosta und seinem Wirken als Präsident der Verfassungsgebenden Versammlung von Ecuador ist es zu verdanken, dass das Konzept des Buen Vivir über Lateinamerika hinaus bekannt wurde und Eingang in die ecuadorianische Verfassung von 2008 fand. Als Politiker wirkte er in Ecuador als Energie- und Bergbauminister und war 2014 Präsidentschaftskandidat der Partei Pachakutik. Weltweit bekannt wurde Alberto Acosta durch die von ihm mit verantwortete Yasuní-ITT–Initiative. Diese bot der internationalen Gemeinschaft an, einen Teil des Erdöls, das sich im ecuadorianischen Yasuní-Biosphärengebiet befindet, nicht zu fördern, wenn dafür ein finanzieller Ausgleich geschaffen wird. 2015 ist sein Buch „Buen Vivir – Vom Recht auf ein gutes Leben“ erschienen. 2021 verfasste er das Nachwort zum Ökohumanistischen Manifest von Pierre Ibisch und Jörg Sommer: »Die Menschheit ist Natur«.
»Es gibt keinen anderen Ausweg aus der Falle, in der sich die Menschheit befindet, als ihre Beziehung zur Natur neu zu überdenken. Der Mensch kann nicht – bildlich gesprochen – am Rande der Natur bleiben, geschweige denn mit dem vergeblichen Versuch fortfahren, sie zu beherrschen. Wir müssen ihr wiederbegegnen. Und deshalb müssen wir dringend ihre ungezügelte Ausbeutung stoppen. Unsere Beziehung zu Mutter Erde verlangt Respekt, Verantwortung und Gegenseitigkeit, basierend auf dem Grundprinzip des Lebens: Relationalität, alles ist miteinander verbunden.«
Alberto Acosta: »Die Menschheit ist Natur«
Nachwort zu Das Ökohumanistisches Manifest. Unsere Zukunft in der Natur, Hirzel, 2021
Wann und Wo?
Montag, 29. Juni 2026, 20 Uhr
Wilhelm-Pfeil-Auditorium, Waldcampus der HNEE
Alfred-Möller-Straße 1, 16225 Eberswalde
Der Eintritt ist frei