Liebe Freund:innen , Partner:innen und Förder:innen,
viel ist gesagt geworden über dieses schwierige Jahr 2025, die Herausforderungen und Krisen. Ungerechtigkeit und Grausamkeit machen uns sehr traurig. Unser aufrichtiges Mitleid gilt allen Menschen, denen ein würdiges Leben nicht vergönnt ist und die unter anderen Menschen sowie den vielen Katastrophen leiden mussten. Gedankenlose Naturzerstörung und mutwillige Ökozide machen uns fassungslos. Die großen und auch die kleinen Bosheiten, Rachsucht, Machtspiele und Geschichtsvergessenheit werden uns weiter beschäftigen.
Aber es gibt doch auch die kleinen und großen Fortschritte. Neues erwächst aus Desaster. Das Gute am adaptiven Zyklus der sich wandelnden Systeme ist immer wieder die Ergebnisoffenheit. Aus Chaos kann Ordnung werden. Wir versuchen, diese thermodynamische Einsicht ernst zu nehmen – das ist ökonisch.



Wir haben unsere Erfahrung gebündelt, uns neue Projekte vorgenommen und sogar ein neues Institut geschaffen, um zu leben, was wir doch lehren. Das hat uns Freude beschert, aber auch unsere Anliegen vorangebracht. Das ECONICS INSTITUTE ist ein Thinktank für Ökosysteme. Wir sind dankbar dafür, dass wir einige sehr konkrete Vorhaben zum Wohle von Wäldern betreiben durften.
Wir danken unseren ersten Förderern und Auftraggebern vor allem der Umweltstiftung Michael Otto, dem Bundesumweltministerium, dem Bundesamt für Naturschutz und dem Kommunalen Nachbarschaftsforum Berlin Brandenburg e.V. und den ersten Spender:innen für das Vertrauen und die Unterstützung. Ebenso wäre unsere Arbeit ohne unsere viele Partner:innen gänzlich undenkbar. Wir danken hier unter anderem Steffen Branding, dem Nationalpark Unteres Odertal, dem NABU, agrathaer GmbH sowie Woodify GmbH sehr herzlich.
Unser großer Dank gilt ebenfalls den Förder:innen und Partner:innen unseres „Vorgängerinstituts“ des Centre for Econics and Ecosystem Management. Nennen wollen wir hier stellvertretend die IVU Stiftung sowie die Gemeinde Kleinmachnow, mit denen wir 2025 wichtige Projekte umsetzen beziehungsweise abschließen konnten.
Das „Centre“ begründeten wir vor 15 Jahren gemeinsam mit unserem lieben Freund Prof. Dr. Peter Hobson als Mechanismus der interinstitutionellen Zusammenarbeit mit dem Writtle (University) College und zur Bündelung unserer Forschungs- und Transferprojekte sowie als Gedankenschmiede.
Damals, im Jahre 2010 präsentierten wir auch unsere ersten Ideen zum Konzept der Ökonik auf der Vertragsstaatenkonferenz der UN Biodiversitätskonvention in Japan. Das Centre wurde eine Organisationseinheit des Fachbereichs für Wald und Umwelt, und außerdem gründeten wir einen Förderverein Centre for Econics and Ecosystem Management e.V., der in enger Kooperation mit der Hochschule kleine und größere Projekte sowie Aufträge umsetzte und in den Econics Gesamtauftritt einzahlte.
Alles hat seine Zeit, Institutionen entwickeln sich fort, gehen in anderen auf oder setzen neue Prioritäten. Das Writtle University College existiert nicht mehr, aber Peter Hobson gehört nunmehr als Ehrenmitglied zum ECONICS INSTITUTE .



Das Centre for Econics hat an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung zur Entwicklung von neuen Möglichkeiten und zur weltweiten Sichtbarkeit beigetragen. Neben den vielen Projekten etwa zur Klimawandelforschung, zur Erhaltung von „UNESCO-Buchenwäldern“ oder der Förderung von UNESCO-Biosphärenreservaten, gab es wissenschaftliche und methodische Entwicklungen wie etwa den MARISCO-Ansatz, der inzwischen in mehreren Studiengängen gelehrt wird. Die vom Centre ‚angeführte‘ Science-Publikation zu straßenlosen Räumen hat auch fast zehn Jahre nach Erscheinen in Form der Roadless Initiative ein Nachleben. Das Centre hat die langjährige Aufbauarbeit des „Biosphere Reserves Institute“ unterstützt und erheblich zur Entwicklung der Promotionsaktivitäten und der Internationalisierung der ehemaligen Fachhochschule Eberswalde beigetragen.
Die HNEE wurde nunmehr institutionell neu aufgestellt und sucht neue Schwerpunkte; für den Verein Centre for Econics and Ecosystem Management e.V. gibt es keinen Platz mehr. Daraus wurde ein weiterer Impuls zur Schaffung unseres ECONICS INSTITUTE. Alle Erfahrungen der Vergangenheit und die gewachsenen ökonischen Kompetenzen bleiben bewahrt und entwickeln sich fort.
Auch als hochschulexternes Institut setzen wir uns für das Lernen und die Bildung ein und sehen die entsprechenden Verbindungen weiterhin als wegweisend an. Unser Flaggschiffprojekt ist in diesem Zusammenhang die Begleitung und Förderung des HNEE-Studiengangs Sozialökologisches Waldmanagement und die Verbreitung der Ideen einer sozialökologischen Waldbewirtschaftung auch jenseits des Hochschulstudiums – gemeinsam mit unserem einzigartigen Netzwerk.
Wir danken in diesem Zusammenhang auch unseren Freund:innen der Wald-Allianz, in der das ECONICS INSTITUTEdie Nachfolge des Centre for Econics antritt.



Wir wollen informieren und wirken. Vor allem werben wir für ein ökosystembasiertes Denken und Handeln, und wir nennen es Pronaturierung.
Unser Appell für den Einsatz zur Stärke der „Grün-Feucht-Kühl“-Triade wird gehört. Der „Grün-Feucht-Kühl-Index“ soll nur ein Anfang sein.
Mit allen Mitgliedern und dem gesamten Team schauen wir motiviert nach vorn und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Aktivitäten.
Ganz persönlich wünsche ich alles Gute – individuell, familiär, sozial und institutionell – zu diesen Feiertagen und für den Start in das neue Jahr 2026.
Prof. Dr. Pierre Ibisch
Vorsitzender des Vorstands